Ich glaube, es sind mal wieder eine kleine Runde Space & Astronomy-News fällig, mit denen ich vorläufig noch auf deutsch weitermachen werde. Zuerst ein bißchen Spaß: Amy Shira Teitel vom Vintage Space Blog hatte letzte Woche die fantastische Webseite Thrilling Tales of the Downright Unusual mit dem Pulp-O-Mizer entdeckt, einem wundervollen webbasierten Grafik-Generator, mit dem sich Retro-Magazin-Cover erstellen lassen. Ich hatte das schon drüben im DVDLog ausprobiert und für diesen Artikel mußte ich natürlich auch noch einmal etwas basteln – ein schöner Zeitvertreib, der sich aber auch negativ auf die Produktivität auswirken kann und schon ein richtiger Timesink ist :-).
Jetzt aber echte BREAKING NEWS: jeder hat sicher mitbekommen, daß heute Abend ein ziemlich großer Brocken an der Erde vorbeifliegt, aber wegen diesem Asteroiden muß man sich keine Sorgen machen. Heute morgen ist dann aber etwas ganz anderes passiert: im russischen Ural-Gebiet ist ein Meteor abgestürzt, der offenbar in der Atmosphäre explodiert ist und mit einer Druckwelle hunderte Leute verletzt hat – es soll sogar mehrere Einschlagsstellen geben. Universe Today und Phil Plait haben wie immer die beste Berichterstattung, es gibt so viele Fotos und Videos von diesem Ereignis, daß es nicht, wie zuerst vermutet, nur ein Fake sein könnte. Aber mit dem anderen Asteroiden hat das wirklich nichts zu tun, auch wenn sogar unser lokaler WDR fragt “Zufall oder Vorbote?” – die Medien flippen halt ein bißchen aus. DON’T PANIC!
Zum Vorbeiflug von Asteroid 2012DA14 noch ein paar Hinweise zu Veranstaltungen im Web: die Planetary Society, mit deren Hilfe der Asteroid entdeckt wurde, wird ab 20:15 CET einen Webcast als Google+ Hangout machen. Phil Plait hat auch einen Hangout ab 20:00 angekündigt, aber vielleicht wird er einer der Überraschungsgäste bei der Planetary Society sein. Um 21:00 findet aber wie jede Woche am Freitag der Weekly Space Hangout von Universe Today & Co statt, in dem es sicher auch eine ganze Menge über den Meteor und den Asteroiden zu erzählen geben wird.
Spannende Dinge spielen sich natürlich im Moment auch auf dem Mars ab, wo der Curiosity Rover alias das Mars Science Laboratory nach über 180 Sols das erste Mal in der Geschichte der Mars-Erforschung einen Stein angebohrt und eine Probe entnommen. Was sich belanglos anhört, ist tatsächlich ein Meilenstein in der planetaren Forschung, denn außer auf dem Mond war so etwas bisher noch auf keinem anderen Planeten unseres Sonnensystems gemacht worden. Die Ergebnisse der Proben-Analyse stehen allerdings noch aus, große Überraschungen wird es aber wahrscheinlich nicht geben. Richtige Aufregung gab es aber mal wieder, als ein seltsames glänzendes Ding auf einem der Rover-Bilder entdeckt wurde – diesmal sieht es nicht wie ein Stück Plastik, sonden wie Metall aus – ob sich der Rover das seltsame Gebilde noch aus der Nähe anschauen wird, wurde aber noch nicht gesagt. Zeit für ein neues Selbstportrait war aber, das auch zu einem atemberaubenden 360°-Panorama zusammengebaut wurde.
Faszinierendes kommt aber derzeit auch von der ISS, wo der derzeitige kanadische Kommandant Chris Hadfield nicht nur für eine Menge Wissenschaft und Wartungsarbeiten zuständig ist, sondern seit seiner Ankunft am 21. Dezember auch fast täglich wundervolle Fotos von der Erde aus dem Orbit macht und sie direkt über seinen Twitter-Account ins Netz stellt – mit Hilfe seines Sohns Evan werden die Bilder auch bei Google+ und Facebook gepostet. Richtig verrückt wurde es Anfang Januar, als William Shatner alias Captain Kirk zuerst via Twitter Kontakt mit Chris Hadfield auf der ISS aufgenommen hatte und sich dann sogar mit ihm während einer Videokonferenz unterhalten hat! Es war aber nicht der einzige, mit dem der Stations-Kommandant in einer Liveschaltung etwas unternommen hat, denn in seiner Eigenschaft als Musiker hatte der Astronaut schon vor seiner Expedition einen Song mit Ed Robertson von der Band Barenaked Ladies komponiert und dann mittels Videoverbindung live aus dem Orbit eingespielt. In den sechziger Jahren wäre so etwas noch Science-Fiction gewesen, aber es kommt noch besser: am 22. Februar wird es um 17:00 CET einen Space Station Google+ Hangout geben, bei dem die Astronauten Fragen live von der Raumstation beantworten.
Ich will niemandem den Spaß verderben, aber bitte laßt mich damit in Ruhe: wie jedes Jahr wird hier wieder dem Karneval getrotzt und die karnevalfreie Zone ausgerufen. Im letzten Jahr hatte ich mein selbstgebasteltes Verkehrsschild zum erste Mal als SVG-Vektorgrafik zur freien Verfügung gestellt, die Datei ist natürlich immer noch online und wer möchte, kann sich die Grafik ausdrucken und als Warnung irgendwo hinhängen :-).
Viel mehr habe ich im Moment allerdings nicht zu berichten, irgendwie bin ich Webseiten-Mäßig noch nicht so ganz im neuen Jahr angekommen. Ich gebe mir zwar Mühe, jeden Tag drüben im Foto-Archiv ein neues Bild zu posten, aber im DVDLog gabs diese Woche nur ein paar englischsprachige Reposts (und nächste Woche nur ein paar News) und auch hier habe ich nur zwischendurch den Artikel über die Hangouts übersetzt.
Warum aber plötzlich alles auf Englisch? Nun, ich poste mittlerweile einen Link zu jedem Posting auch bei Google+ und dort ist einfach die Mehrheit der Leute, die ich dort erreichen kann, englischsprachig. In Zukunft werde ich mich wahrscheinlich von Fall zu Fall entscheiden, ob ich nun auf Englisch oder Deutsch schreibe – allerdings denke ich, daß der größte Teil der hiesigen Besucher sowieso genug Englisch versteht, um meine Artikel lesen zu können.
I had already written an article in German about a Collection of Google+ Hangouts on science and astronomy in October, which I updated only a few weeks ago. Since Google activated the hangouts in Germany last August, finally allowing us to watch live instead of only the recordings, much has happened especially in the fields of science and astronomy. This article is a collection of the most interesting hangouts and was originally meant as an introduction for German-language readers, but since all of the hangouts are in English anyway, it is only fair to post an English version. Have a look, there is much to discover!
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Im Oktober hatte ich einen langen Artikel über eine Sammlung von Google+ Hangouts zum Thema Astronomie und Wissenschaft geschrieben, der nach drei Monaten ein Auffrischung notwendig hat. Statt den vorherigen Artikel zu überarbeiten, poste ich heute eine neue Version und werde dies zu einer regelmäßigen Sache machen, wenn sich wieder etwas geändert hat – eventuell wird es demnächst auch eine englische Version geben. Seit Google die Hangouts im August auch in Deutschland freigeschaltet hat und wir endlich auch live zuschauen können, hat sich einiges getan und gerade in Sachen Wissenschaft und Astronomie gibt es einige sehr interessante Veranstaltungen, die dieser Artikel kurz vorstellen soll.
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Eigentlich mache ich ja keine “Crosspostings” gemeinsam mit dem DVDLog mehr, aber in diesem Fall mache ich mal eine Ausnahme, da das Thema gut zu dem gestrigen Artikel über die Virtual Star Parties paßt. Ab heute Abend um 21 Uhr wird bei BBC2 in den Himmel geschaut: Stargazing Live mit Brian Cox und Dara O Briain findet nun schon zum dritten Mal statt und die vorherigen Sendungen waren wirklich klasse – so etwas kann man sich heutzutage im deutschen Fernsehen gar nicht vorstellen. Es wird wie zuvor drei Sendungen heute, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 21 bis 22 Uhr CET geben, auf die eine halbstündige, lockere Talkrunde folgt. Das erste Thema heute Abend ist offenbar der Mars, denn da gibt es nach den Ereignissen vom letzten Jahr natürlich eine ganze Menge zu erzählen.
Mehr Details und Youtube-Links zu den früheren Shows habe ich schon vor Weihnachten drüben im DVDLog gepostet. Es finden auch verschiedene Events im Web statt – zum Beispiel veranstaltet Paul Cox von der SLOOH Space Camera nach jeder Sendung einen begleitenden Hangout, in dem auch Live-Teleskopbilder gezeigt werden sollen. Leider wird Stargazing Live nicht im Internet gestreamt, aber BBC2 ist in Europa über Astra 28.2° frei empfangbar und ich bin sicher, daß die diesjährigen Sendungen auch bald bei Youtube auftauchen werden. Die drei Sendungen werden auch am Samstag zwischen 17 und 19 Uhr CET noch einmal bei BBC2 wiederholt. Watch the skies! (Ich weiß, bei dem Wetter ist das nicht so einfach…)
Vor fast genau einem Jahr war eine Gruppe von Amateur-Astronomen auf die verrückte Idee gekommen, ihre Teleskope direkt in einen Google+ Hangout zu streamen. Nach einigen Tests war schließlich die Virtual Star Party geboren, die Fraser Cain und seine Kollegen von Universe Today und Cosmoquest zusammen mit Astronomen nicht nur aus den USA, sondern aus der ganzen Welt nun seit Januar 2012 fast jede Woche Sonntags Abends veranstalten. Gezeigt wird alles, was der Himmel zu bieten hat: Planeten, Galaxien, Nebel, Sternenhaufen und vieles andere – und das praktisch live. Die Zeitverschiebung bedeutet natürlich, daß die Hangouts hierzulande erst gegen drei Uhr nachts stattfinden, aber selbstverständlich kann man sich auch die Aufzeichnungen im Archiv anschauen.
Im Sommer hatte Google einen Trailer als Beispiel für die Nutzung der Hangouts zusammengestellt, der auf wundervolle Art die Faszination der Star Parties herüberbringt. Es gibt aber keine bessere Weise, den Geburtstag der Virtual Star Party zu feiern, als sich eine davon anzuschauen – deshalb endet dieser Artikel mit dem Video der ersten Star Party des Jahres 2013 vom 6. Januar. Happy Birthday! :-)
Es ist noch viel zu früh, um sich ein Urteil über das neue Jahr zu bilden, und wenn dann würde es alleine wegen des fiesen Wetters ziemlich böse ausfallen. Ich habe aber das Gefühl, daß 2013 noch viel besser als 2012 werden wird, und deswegen sage ich jetzt einfach an dieser Stelle…
FROHES NEUES JAHR 2013! :-)
Ich habe jetzt noch gar keinen richtigen Plan, wie es hier weitergeht, aber mir wird schon irgendwas einfallen. Mehr demnächst in diesem Theater, aber noch nicht sofort – drüben auf der Foto-Webseite habe ich schon wieder mit dem Bilderposten angefangen und werde auch damit weitermachen, aber ansonsten mache ich noch bis Mitte Januar Pause. See you then! :)
Ich wünsche allen Freunden, Bekannten, regelmäßigen Mitlesern, Kommentar-Schreibern und zufälligen Besuchern frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!
Dieses Jahr machen wir es mal andersherum und beginnen mit den Feiertags-Grüßen. Schon wieder ist ein Jahr rum und ich muß sagen, daß 2012 nicht nur ein kleines bißchen, sondern in jeder Hinsicht ein riesiges Stück besser war als 2011. Mit dafür verantwortlich war auch der enorme Spaß, den ich dieses Jahr mit meinen Webseiten hatte und wieder richtig Lust gemacht hat, noch viel mehr zu unternehmen. Mit einigen Artikeln hatte ich wirklich den Nerv der Zeit getroffen und seit ich im Sommer erst Facebook und dann Google+ entdeckt hatte, waren auch die Besucherzahlen erstaunlich gestiegen und es hat viel Feedback gegeben. Deshalb kann ich nur sagen: vielen Dank fürs Vorbeischauen, Lesen und Kommentieren, denn das macht wirklich eine ganze Menge aus!
Hier auf dem Blog, a.k.a. Bibra-Online.de war schon vor der Integration in die sogenannten sozialen Netzwerke einiges los, denn die Artikel über den Ebook-Reader und das Android-Tablet waren große Hits und auch andere Postings sind auch erstaunlich oft gelesen worden. Deshalb habe ich hier auch im Laufe der zweiten Jahreshälfte hier wieder mehr geschrieben, weil es einfach mehr Spaß macht wenn mehr Leute mitlesen. Im Mai hatte ich außerdem das Blog-Template komplett neu mit Hilfe von CSS3 aufgebaut und das Design damit für die Zukunft fit gemacht.
Zwar hat der Traffic vom Blog inzwischen den vom DVDLog erstaunlicherweise überschritten, aber das hat mich nicht davon abgehalten, nach Möglichkeit mindestens ein wöchentliches Update zu schreiben und auch der Mangel an neu gekauften DVDs hat nicht zu einer Knappheit an Kritiken geführt. Zwar war auch dieses Jahr wieder der größte Teil der Reviews über ältere DVDs, aber es gab doch einige tolle Highlights wie die Men in Black-Trilogie und die zweite Runde Jacques Tati. Die Mischung aus Kritiken, DVD-Neuigkeiten und Tips fürs britische Fernsehen hat sich letztendlich doch als großer Erfolg herausgestellt und genau damit wird es im nächsten Jahr weiter gehen.
Auf der Foto-Webseite, die immer noch keinen richtigen Namen hat, habe ich seit Ende August versucht, praktisch jeden Tag ein Foto zu posten – bis auf eine kleine Unterbrechung ist mit das auch gelungen, aber jetzt ist der Vorrat doch erschöpft, weil das Wetter einfach nichts mehr hergibt. Es hat aber eine Menge Spaß gemacht und sobald ich wieder ein paar Bilder auf Vorrat habe, werde ich spätestens nach der kleinen Feiertagspause wieder anfangen – und auch in den neuen Communities von Google+ gelegentlich mal ein paar Sachen posten, dabei aber immer auch auf die Webseite verlinken. Nächstes Jahr werde ich auch endlich etwas am Aussehen der Webseite tun!
Ein bißchen externes Webdesign habe ich auch noch gemacht, aber das Ergebnis davon werde ich doch erst nächstes Jahr in einem eigenen Artikel ausführlich vorstellen. Zu einer “corporate Website” für das Webdesign-Business bin ich immer noch nicht gekommen – einerseits, weil es soviel anderes zu tun gab und andererseits, weil ich noch kein wirklich gutes Design gefunden habe. Aber das wird ganz bestimmt nächstes Jahr kommen.
Das war es für dieses Jahr – ich klinke mich jetzt erst einmal bis etwa Mitte Januar aus, lasse die Flügel hängen und mache eine kleine, wohlverdiente Web-Pause.
Ja, es stimmt: das Universum versucht uns alle umzubringen. The Universe is trying to kill you! ist einer der am häufigsten verwendeten Schlagwörter in Fraser Cains und Pamela Gays Astronomy Cast, aber das bedeutet ja noch lange nicht, daß unbedingt morgen die Welt untergehen muß. Dieser ganze Hokuspokus um das angebliche Ende des Maya-Kalenders dient eigentlich nur bestimmten Leuten dazu, Panik zu verbreiten und damit Kasse zu machen – und fast alle Medien spielen dabei mehr oder weniger mit. Es gibt aber schlicht und einfach keinen Planeten X, keine galaktische Ausrichtung irgendwelcher Ebenen oder Planeten und erst recht kein finales Ende des Maya-Kalenders. [Edit: Was natürlich am 21.12. stattfindet, ist wie jedes Jahr die Wintersonnenwende, aber dafür interessiert sich natürlich kaum jemand :-)]
Für ein gründliches De-Bunking von diesem ganzen Quatsch kann ich den Artikel von Phil Plait über die Notpocalypse empfehlen, in dem der Bad Astronomer ausführlich auf den größten Schwachsinn, der teilweise schon seit einem Jahrzehnt durchs Netz geistert, eingeht. [Edit: und noch ein zweiter Artikel mit etwas mehr Spaß :-)]. Und wenn man dann noch Lust hat, kann ich sein eigentlich schon vor vier Jahren veröffentlichtes Buch Death from the Skies! The Science behind the End of the World empfehlen, in dem es wirklich darum geht, wie das Universum die Erde um die Ecke bringen könnte. Eine komplette Buch-Review würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber wer sowieso Phil Plaits Blog verfolgt, wird dieses Buch mögen und für alle anderen, die an Wissenschaft und Astronomie interessiert sind, dürfte es auch ein gefundenes Fressen sein. Unter dem Titel Tod aus dem All gibt es inzwischen auch eine deutsche Übersetzung des Buchs, aber wie üblich dürfte die englische Version die bessere sein und sowieso hat die Taschenbuch-Ausgabe von Penguin einfach das bessere Cover. Wer noch mehr über das Buch und den Autor erfahren will, dem kann ich außerdem eine Episode von Astronomy Cast vom Oktober 2008 empfehlen, in der Phil Plait zu Gast war und dort sein Buch vorgestellt hat.
Da man den ganzen Blödsinn nur mit einer gehörigen Portion Humor ertragen kann, veranstalten die Leute von Cosmoquest heute Abend einen Google+ Hangout mit dem schönen Titel Dr. Strangedoom OR How I learned to stopped worrying and love the axial tilt! – da Fraser Cane und Pamela Gay mit ihren Familien auf einer Kreuzfahrt sind, um den 21. Dezember in echten Maya-Ruinen zu feiern, haben Nicole Gugliucci, Scott Lewis, Ian O’Neill und Tony Darnell das Ruder übernommen und versprochen, außer Wissenschaft auch ein bißchen Humor zu bieten. Leider beginnt der Hangout erst heute Nacht um 1 Uhr deutscher Zeit, aber man kann sich das ganze ja auch später noch in der Aufzeichnung anschauen und vielleicht veranstalten die CosmoQuester ja auch morgen im Laufe des Tages noch etwas anderes. Und nicht vergessen:
APOCALYPSE 2012 – BULLSHIT!
Es ist mal wieder ein halbes Jahr rum und mit WordPress 3.5 ist vorige Tage das nächste große Update erschienen. Die Änderungen halten sich äußerlich wieder in Grenzen, geschraubt wurde vor allem in den Innereien – aber das ist ja kein Grund nicht zu updaten. Wie jedesmal habe ich wieder meine alten Tips zur Editor-Optimierung ausprobiert und wieder festgestellt, daß alles immer noch genauso funktioniert:
HTML-Editor: Der HTML-Quellcode-Editor verwendet schon seit Version 3.2 Consolas als Zeichensatz, aber die Zeilenhöhe ist immer noch zu groß. Die entsprechende CSS-Definition ist seit Version 3.3 in der Datei wp-includes/css/editor.css vorhanden: man kann unter textarea.wp-editor-area die Zeile line-height: 120%; hinzufügen oder auf einen anderen gewünschten Wert ändern.
Visual Editor: funktioniert genauso wie bei den vorherigen Versionen. Der Anzeige-Font des Visual Editors läßt sich immer noch nur über die CSS-Datei wp-includes\js\tinymce\themes\advanced\skins\wp_theme\content.css verändern. Dort genügt es, die Zeichensatzdefinition im Body-Tag von font: 13px/19px Georgia […] auf einen gewünschten Font wie Verdana zu ändern.
Get Shortlink: hat sich gegenüber V3.3 auch nicht geändert. Um die Beschriftung dieses zu großen Buttons, der auf kleinen Displays manchmal in die nächste Zeile umbricht, zu ändern, muß man in der Datei /wp-admin/edit-form-advanced.php nach dem Text “Get Shortlink” suchen (ist nur einmal vorhanden) und ihn auf eine kürzeren Text ändern. Deaktivieren läßt sich der Buttons übrigens auch, indem man im Jetpack-Plugin das Modul WP.ME-Shortlinks ausschaltet – aber das nützt nichts, wenn man die Shortlinks trotzdem braucht und der Button doch zu groß ist.
Und was wie üblich gesagt werden muß: ich übernehme keinerlei Garantie für diese “Hacks”, man sollte also schon wissen, was man tut, wenn man in den Innereien von WordPress herumbastelt.