Same procedure as every year! Um den 13. August herum gibt es Sternschnuppen, denn dann hat der Perseiden-Meteorschauer seinen Höhepunkt. Aber in unseren Breitengraden kriegen wir nur selten davon etwas mit, denn Mitte August kippt fast immer das Wetter um und der Himmel ist wolkenverhangen. Ich kann mich kaum noch erinnern, wann ich das letzte Mal eine Sternschnuppe gesehen habe, aber einige Jahre ist das schon her… und auch dieses Jahr sieht es ganz mies aus. Von Fotografieren mal ganz zu schweigen – zwar habe ich ja seit einiger Zeit endlich eine entsprechende Kamera, aber bis jetzt noch nie die Gelegenheit gehabt, die auch einzusetzen.
Auch für heute Nacht sieht der Wetterbericht sehr schlecht aus und auch 2011 wird der Fluch der Perseiden im Ruhrgebiet offenbar wieder zuschlagen. Es wäre ja schön, wenigstens mal eine einzige Sternschnuppe zu sehen, aber ich glaube, das wird wieder nichts…
Es muß nicht immer unbedingt bemannte Raumfahrt sein: was Cassini-Huygens mit dem Saturn gemacht hat, wird jetzt Juno mit dem Jupiter tun. “Jetzt” ist allerdings etwas übertrieben, da die am Freitag gestartete Sonde fünf Jahre lang unterwegs sein wird und erst 2016 den Jupiter erreichen wird. Aber es gibt ja noch ganz viele andere unbemannte NASA-Missionen: zum Beispiel den Asteroiden-Jäger Dawn, der sich vor kurzem an einen Felsbrocken namens Vesta angeschlichen und schon jetzt bemerkenswerte Bilder geliefert hat. Das ist, um mal einen fiktiven Wissenschaftler namens Mr. Spock zu zitieren, wirklich faszinierend und war vor 30-40 Jahren noch echte Science-Fiction… heute ist es schlicht und einfach Wissenschaft.
Meanwhile, back on Earth: am besten gar keine Nachrichten mehr lesen, es ist sowieso nur noch deprimierend… Börsencrash hoch 10, Bürgerkriege in Libyen und Syrien, Straßenschlachten in London und in Japan strahlt es immer noch vor sich hin. Ich bin ja wirklich nicht jemand, der einfach den Kopf in den Sand steckt, aber im Moment kommt es doch ein bißchen dicke. Deshalb sage ich jetzt einfach mal: ab in die Ferien, ich will meine Ruhe haben! :-). Okay, ich bin nicht ganz weg, aber ich werde mal für den Rest des Monats in einen Ferien-Modus umschalten und hier nicht mehr viel schreiben – drüben im DVDLog habe ich noch ein paar Alibi-Updates und vielleicht eine neue Review auf Vorrat, aber ansonsten werde ich es erstmal ganz ruhig angehen lassen. Wenn jetzt nur noch der Sommer zurückkommen würde…:-)
Auf die Gefahr hin, daß sich meine Webseite langsam wie ein Space-Blog anhört… was ist eigentlich plötzlich los? Seit dem entgültigen Ende der Shuttle-Ära scheint es so, als ob aus allen möglichen Richtungen auf die bemannte und sogar unbemannte Raumfahrt eingedroschen wird. Zum Beispiel macht seit Gestern eine Horrornachricht die Runde, daß Rußland die Internationale Raumstation angeblich schon 2020 im Pazifik versenken will. Tatsächlich stammt die Nachricht, wie MSNBC berichtet, aber aus einem Interview mit Vitaly Davydov, dem Vizechef der russischen Raumfahrtbehörde, der gesagt hat, daß im Moment die langfristigen Pläne bis 2020 gehen. In einer zweiten Antwort wird außerdem gesagt, daß die Raumstation kontrolliert zum Absturz gebracht werden muß, wenn sie nicht mehr gebraucht wird. Das heißt aber noch lange nicht, daß die ISS in neun Jahren weggeworfen wird, zumal die NASA, ESA, JAXA und die anderen beteiligten Länder auch noch ein Wörtchen mitzureden haben. Keine Panik also!
Etwas Panik ist allerdings bei der Zukunft des Hubble-Nachfolgers, dem James Webb Space Telescope angebracht. Seit Anfang Juli ist das US-Repräsentantenhaus kräftig dabei, das Budget der NASA zusammenzustreichen und hat dabei auch den Rotstift beim JWST angesetzt. Das Projekt hat zwar tatsächlich große Verspätung und hat viel mehr gekostet als ursprünglich veranschlagt worden war, aber im Vergleich zu dem, was die USA für diverse Kriege ausgibt, sind das geradezu Peanuts. Wissenschaftler auf der ganzen Welt laufen seitdem Sturm gegen diese Entscheidung, denn das Hubble-Teleskop wird nicht mehr ewig halten und ohne das JWST wird es kein Mehrzweck-Weltraum-Observatoruim geben – aber ob in der derzeitigen wissenschafts-feindlichen Atmosphäre in Washington wirklich etwas zu retten ist, bleibt fraglich.
Der Guardian hatte vorgestern noch ein wundervolles Video gepostet, in dem ein gelungener Querschnitt durch die dreißig Jahre Space Shuttle gezeigt wird. Ich finde das so gelungen, daß ich jetzt einfach mal mit meinem Prinzip brechen werde, hier keine Videos zu posten:
Ganz großes Kino – genau das, was ich versucht hatte, in meinem letzten Posting auszudrücken!
Und was für ein Finale! Die allerletzte Landung der allerletzten Space Shuttle-Mission war eigentlich gar nicht so spannend, weil alles wie am Schnürchen lief und es sogar in Florida noch zu dunkel war, um richtig etwas zu sehen. Trotzdem ist es wie Science-Fiction, ein Raumschiff, das sich im Erdorbit befindet, innerhalb einer knappen halben Stunde wie ein Flugzeug landen zu sehen – das muß man erst einmal nachmachen. Mit der Landung der Atlantis geht wirklich eine dreißigjährige Ära zu Ende, die vielleicht gar nicht so schlecht war, wie gerne immer behauptet wird – aber mit der Nummer 135 ist nun entgültig Schluß.
Während in Cape Canaveral in Florida und im Kennedy Space Center in Houston gefeiert wird, scheint es, als ob ganz besonders die deutschen Medien kaum etwas damit zu tun haben wollen. So ein Jahrhundertereignis wäre früher riesige Schlagzeilen wert gewesen, aber nun wird die finale Shuttle-Landung unter “ferner liefen” abgebucht. Der Spiegel hat nur eine recycelte DPA-Meldung zu bieten, bei der Tagesschau muß man auch ziemlich weit herunterscrollen, um etwas zu entdecken und von anderen wollen wir mal lieber erst gar nicht reden. Die englischsprachigen Nachrichten-Webseiten sind erwartungsgemäß besser am Ball: die Washington Post und die New York Times haben der Landung nach kurzem Zögern einen Aufmacher auf der Hauptseite gegönnt, aber die Briten waren zuerst da: die BBC war sofort dabei und der Guardian hatte schon vor der Landung ein Special auf der Startseite postiert… und sogar Al-Jazeera hat Atlantis mit einem Artikel auf der Hauptseite die Ehre gemacht.
Tja, das wars dann erstmal – aber jetzt gibt es immer noch jede Menge Fotos und Videos zu bestaunen und mit dem Ende der Space Shuttles ist die Internationale Raumstation ja noch längst nicht Geschichte. Phil Plait hat gestern ein faszinierendes 3D-Bild des Atlantis-Starts gepostet, vorher sogar eine 3D-Aufnahme der Atlantis im Orbit und ein 3D-Bild von der ISS gibt es auch. Science-Fiction, oder was? :-)
Am Freitag, dem 8. Juli wird das allerletzte Mal ein Space Shuttle in den Weltraum starten. Der Start ist für 11:26 EDT, 17:26 CET deutscher Zeit, geplant und vielleicht werden Mechanik, Elektronik und das Wetter ausnahmsweise den letzten Flug der Shuttle-Flotte einmal pünktlich sein lassen. Und wenn alles nach Plan läuft, wird die Atlantis sogar am 20. Juli wieder landen – an dem Tag, an dem vor 42(!) Jahren das erste Mal ein Mensch den Mond betreten hatte. Die Presse gibt sich Mühe, aus dem Ende der Space-Shuttle-Ära gleichzeitig auch das Ende der bemannten Raumfahrt heraufzubeschwören und sogar die Meinungen der Apollo-Veteranen über die Zukunft der NASA gehen auseinander.
[Update 8.7.: Ein pünktlicher Bilderbuchstart ist das gewesen, der sogar von dem sehr wechselhaften Wetter in Florida nicht aufgehalten werden konnte. Atlantis ist im Orbit, bei NASA TV laufen gerade die faszinierenden Launch Replays aus den verschiedenen Kameraperspektiven. Im Launch Blog kann man außerdem ein schriftliches Protokoll nachlesen oder überall woanders im Internet die mehr oder weniger begeisterten Pressemeldungen lesen :-)]
Phil Plait, der Bad Astronomer, hat für die New York Post einen interessanten Artikel über die Zukunft der NASA geschrieben, dem ich nur beipflichten kann – die bemannte Raumfahrt wird bestimmt nicht aufgegeben, nur weil die dreißig Jahre alte Shuttle-Flotte eingemottet wird. Die Irritationen, die die teilweise Aufgabe des Constellation-Programms hervorgerufen hatten, waren durchaus berechtigt, aber der Privatsektor hat in den letzten Jahren so enorme Fortschritte gemacht, daß man nur sagen kann, daß dort die Zukunft liegt. Die NASA wird nicht aufhören zu existieren, aber statt bei den Russen Plätze in den Soyuz-Kapseln kaufen zu müssen, vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft mit SpaceX oder einem anderen Unternehmen zur ISS fliegen.
Eins wird es aber leider nie wieder geben: diese atemberaubenden Starts und Landungen der Space Shuttles. Am Freitag Nachmittag gibt es noch ein letztes Mal die Chance, sich einen Start Live anzuschauen – wenn es nicht gerade nach Florida schafft, muß man sich mit NASA TV begnügen, die ja inzwischen auch in etwas besserer Qualität über das Internet zu sehen sind. Die diversen Nachrichtensender werden den Start bestimmt auch übertragen, aber gerade CNN wird wohl keine so ausführliche Berichterstattung mehr wie früher machen.
Außerdem hat die NASA einen 80-minütige Space-Shuttle-Dokumentation fertiggestellt, die von niemandem anderen als William “Captain Kirk” Shatner kommentiert wird. Geschaut habe ich diese Doku noch nicht, aber ich hoffe, daß die nicht ganz so trocken wie manche andere NASA-Videos sein wird.
Ich bin gespannt auf den Start am Freitag – Bon Voyage, Atlantis und Bye-Bye Space Shuttle :-).
Ja, die berühmte Funkstille… es gibt aber auch gar nichts großartiges zu berichten. Ich wechsele im Moment mit den Webseiten – okay, eigentlich nur DVDLog – zwischen kurz anhaltender Kreativität und länger anhaltender Faulheit, aber ich gebe mir wenigstens Mühe jede Woche mal einen neuen Artikel zu posten. Allerdings habe ich nur noch einen Vorrat für nächste und übernächste Woche, vielleicht werde ich danach wirklich mal eine kleine Sommerpause machen – oder vielleicht auch nicht, wenn ich zwischendurch mal wieder etwas neues geschrieben habe.
Neue Bilder gibt es im Foto-Archiv leider immer noch nicht, aber das hängt nicht damit zusammen, daß ich zu wenig fotografiere – ganz im Gegenteil, vor lauter Fotos komme ich kaum noch zur Nachbearbeitung und da ich meine Bilder nicht einfach nur von der Kamera auf die Webseite hochlade, sondern immer noch die virtuelle Dunkelkammer dazwischen ist, hänge ich mit dem Posten im Moment leider sehr stark hinterher. Irgendwann gibts aber mal wieder eine Flut von einzelnen Bildern, wenn ich dazu gekommen bin welche auszusuchen. Ich spiele mit dem Gedanken, eine richtige 3D-Ausstellung zu machen…
Ansonsten nichts neues, außer daß ich zur Zeit die neue Betaversion von WordPress 3.2 teste und schon ganz zufrieden bin – Online habe ich die natürlich noch nicht installiert, aber auf den Testseiten und dem lokalen Webserver macht sich die neue Version schon ganz gut und vor allen Dingen keinen Streß mit meinen Webseiten.
Jetzt bin ich aber erstmal wieder weg – denkt dran, diese Webseite ist nicht tot, sie schläft nur! :-)
Auf nix kann man sich verlassen! Eigentlich hatte ich drüben im DVDLog am Mittwoch zum Towel Day ein kleines Update gepostet und das auch wie üblich auf meinem Twitter-Account schreiben wollen – aber da ich ja nicht direkt bei Twitter poste, sondern mit Hilfe eines WordPress-Plugins aus dem WP-Admininterface, habe ich erst am Donnerstag gemerkt, daß Twitter offenbar am Mittwoch Morgen nicht erreichbar war und den betreffenden Tweet mangels Aktualität gleich in den Mülleimer entsorgt. Jetzt bin ich ja wirklich nicht von dem Verein abhängig und im Prinzip ist es mir ja auch schnurzegal, aber passiert sowas wirklich öfter? Wieso hat ein Multimillionen-Dollar-Apparat wie Twitter eine höhere Downtime als mein 7,95/Monat-Webspace? Klar, Twitter ist umsonst, aber bei DER Popularität könnte man doch mal drauf achten, daß der Dienst nicht durch Abwesenheit glänzt. Siehe auch Skype und so.
Egal, drüben im DVDLog habe ich gestern noch eine Review eines Caper-Films gepostet, aber das ist auch erstmal alles und das nächste Update ist auch wieder eine Quasi-Wiederholung. Ansonsten bin ich noch nicht zum Bilder sortieren gekommen und deshalb ist auf der Foto-Webseite derzeit auch noch Funkstille. Jetzt werde ich aber erstmal den Rest vom schönen Wetter genießen…
Heute am 25. Mai ist Towel Day, der Tag den sich die Fans von Douglas Adams ausgesucht haben, um an den vor zehn Jahren verstorbenen Autor zu erinnern. Ich hatte den Termin oft genug verpaßt und vergessen, aber dieses Jahr habe ich mal endlich dran gedacht und wenigstens drüben im DVDLog die zwei Reviews von der Hitchhiker-Fernsehserie und dem Kinofilm noch einmal gepostet.
Douglas Adams bin ich zuerst irgendwann Anfang der neunziger Jahre begegnet, und leider hatte ich seine Bücher – die fünfteilige Hitchhiker-Trilogie und die beiden Dirk Gently-Bücher – zuerst auf deutsch gelesen, wodurch irgendwie der Funke noch nicht richtig übersprang. Erst nachdem ich die englischen Originale gelesen hatte, hatten mir seine Bücher erst so richtig gefallen – und sie gefallen mir auch heute noch, inklusive der vielen anderen Inkarnationen seiner Werke, von den Radio-Hörspielen über die Fernsehserie bis zum Kinofilm und den Hörbüchern. Und natürlich das Computerspiel – kann sich noch jemand an Starship Titanic erinnern? Das waren noch Zeiten…
Aber nach Douglas Adams’ tragischem Tod vor zehn Jahren war diese Zeit noch lange nicht vorbei – sein Erbe wurde gehegt, gepfegt und weitergeführt. Mit der Komplettierung der Radioserie und einem wundervollen sechsten Hitchhiker-Roman, geschrieben von Eoin Colfer, bleibt der ungewöhnlichste, eigensinnigste und brillanteste Science-Fiction-Autor aller Zeiten alles andere als vergessen.
Und ganz passend zum Towel Day eine bittersüße Nachricht: die NASA hat die Kontaktversuche zum Mars-Rover Spirit aufgegeben – die gute Nachricht ist aber, daß das kleine Marsgefährt statt drei Monaten sechs Jahre auf dem roten Planeten ausgehalten hat und sein Zwilling Opportunity immer noch fährt! Und im Herbst wird ein größerer und besserer Rover zum Mars starten, das Mars Science Laboratory. Space, the Final Frontier indeed – wenn das nicht Science-Fiction ist, weiß ich auch nicht :-).
Gestern ist zum vorletzten Mal ein Space Shuttle gestartet – nach den schon ganz normalen Anlaufschwierigkeiten ist die Endeavour zu ihrer letzten Expedition zur Internationalen Raumstation aufgebrochen. Voraussichtlich wird die Atlantis den allerletzten Shuttle-Flug Anfang Juli absolvieren – und dann wird das Shuttle-Programm nicht mehr existieren und eine Ära zu Ende gehen.
Das Space Shuttle ist fast genauso alt wie ich und hat mich fast mein ganzes Leben lang begleitet – einen Shuttle-Start live vor Ort zu sehen habe ich leider nie geschafft, aber in den letzten Jahren war es durch die Fernsehberichterstattungen und den Livestream von NASA TV im Internet immer spannend, bei einem Start oder einer Landung fast in Echtzeit zuzusehen. Jetzt, kurz bevor die Space-Shuttle-Ära vorbei ist, hat sich die NASA aber sogar endlich dazu entschlossen, einen besseren Online-Stream zur Verfügung zu stellen: seit kurzem hat die NASA TV-Webseite nicht mehr den alten WMV-Stream mit 320×200-Auflösung zu bieten, sondern eine viel besser aussehende 16:9-Konvertierung des NASA-HD-Kanals. Schade nur, daß das so lange gedauert hat – beim letzten Shuttle-Start im Februar gab es das leider noch nicht, nur einen UStream-Kanal, der aber auf meinen alten Computern nur eine Diashow produziert hat.
Immerhin dürfte es nach der letzten Shuttle-Mission immer noch einiges bei NASA TV zu sehen geben, denn auf der ISS gibt es ja auch eine Menge zu sehen. Ob die Starts der russischen Soyuz-Kapseln in Baikonur demnächst auch bei NASA TV gezeigt werden, ist aber bis jetzt noch unbekannt :-).